„Kann KI Witze erzählen? – Wie smarte Maschinen lernen“
Workshoptag 5-7
Ob Alexa, Siri oder KI-Assistenten in allerlei Apps: Künstliche Intelligenz durchdringt längst unseren Alltag und eigentlich jedes Kind hat mittlerweile bewusst oder unbewusst eigene Erfahrungen mit ihr gesammelt.
Im Rahmen des Kurses „Kann KI Witze erzählen? – Wie smarte Maschinen lernen“ der Digitalen Drehtür konnten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 an diesem Workshoptag am 22.01.2026 spielerisch erfahren, was Daten eigentlich sind und wie eine Maschine „lernt“ und „denkt“. Außerdem gab es Gelegenheit, selbst praktisch zu erproben, wie KI kreativ werden, d.h. Bilder malen, Geschichten schreiben oder Witze generieren kann. Nach jedem Abschnitt konnte das neu Gelernte mit interaktiven Aufgaben und Quizfragen direkt überprüft werden. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass künstliche Intelligenz eben nicht alles kann (z.B. richtig gute Witze erzählen :-)) und weiß und Ergebnisse deshalb immer auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden müssen.
Im Anschluss vollzogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops selbst aktiv das Training einer KI anhand zweier spielerischer Beispiele. Beim ersten Spiel galt es wie beim überwachten Lernen (engl. Supervised Learning), selbst aus Trainingsdaten einen Unterscheidungsalgorithmus abzuleiten und diesen mit einem Satz Testdaten zu überprüfen, was der aufgeweckten Truppe mühelos gelang. Mit der Mini-Schach-Variante „Schlag das Krokodil“ konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem am eigenen Leib erfahren, wie ein System durch Reinforcement Learning (verstärkendes Lernen) dazulernt und immer stärker wird, bis der menschliche Spieler kaum noch eine Chance hat.
So konnten alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an diesem Workshoptag aktiv und handelnd Einblicke gewinnen, was eigentlich hinter dem nebulösen Begriff Künstliche Intelligenz steckt, und hoffentlich interessante und lehrreiche Erfahrungen im Umgang mit ihr sammeln!
Die Workshoptage, die im Schuljahr 2023/24 als Pilotprojekt starteten, bilden einen wichtigen Baustein der schulischen Begabungsförderung an der Weiltalschule. Hier werden Schülerinnen und Schüler, die sich durch kontinuierlich qualitätvolle und motivierte Arbeit im Unterricht auszeichnen, dazu eingeladen, sich über den Tellerrand des Unterrichts hinaus intensiv und vertieft mit einem interessanten Thema auseinanderzusetzen.
Bei der „Digitalen Drehtür“, deren Partnerschule die Weiltalschule seit 2023 ist, handelt es sich um ein Projekt, das dafür bestimmt ist, die spezifischen Begabungen der Lernenden ergänzend zum Regelunterricht zu fördern.
„Wg? Gd? Bdann!“
Workshoptag 8-10
Wie hat sich die deutsche Sprache von den germanischen Dialekten bis zum heutigen modernen Deutsch entwickelt? Was waren und sind wesentliche Merkmale des Sprachwandels? Wie gehen Menschen mit sich verändernder Sprache um? Und wohin führt das Ganze? Diesen und weiteren Fragen gingen die teilnehmenden Schülerinnen der Jahrgänge 8 bis 10 im Rahmen des ersten Workshoptages dieses Schuljahres am 23.01.2026 unter dem Motto „Sprache in Bewegung: Eine Zeitreise von Heldenepen zu Hashtags“ nach. Dabei ergründeten sie gemeinsam mit Deutschlehrerin Katrin Salehin-Kreh Stationen und Grundlagen der Sprachbetrachtung und des Sprachwandels.
Ob das „Vater Unser“ des Wulfila (um 350), die Merseburger Zaubersprüche (9./10. Jahrhundert) oder Auszüge aus dem Nibelungenlied (13. Jh.): An Beispieltexten aus unterschiedlichen Zeiten vollzogen sie Entwicklungsschritte unserer Sprache nach und erprobten sich anschließend selbst im Lesen mittelhochdeutscher Texte. So konnten die Teilnehmerinnen schnell feststellen, dass die älteren Sprachstufen zwar keine Fremdsprachen sind, aber auf uns heute doch wie ziemlich fremde Sprachformen wirken.
Werden unsere Nachfahren in ein paar Jahrhunderten dasselbe wohl auch über unser heutiges, modernes Deutsch sagen? Im kreativen Teil des Workshops stellten sich die Teilnehmerinnen ausgehend von grundlegenden Aspekten des Sprachwandels der Herausforderung, ihre eigene Sprache der Zukunft zu entwerfen. Hier ließen die Schülerinnen ihrer Kreativität freien Lauf und schnell zeigten sich einige spannende Ideen, die vor allem eines gemeinsam hatten: Es wird einfacher in der Grammatik (Wer braucht schon so viele Flexionssilben?), englischer und – wer weiß? – möglicherweise viel weniger mündlich, sondern viel mehr „halbschriftlich“ über digitale Endgeräte kommuniziert.
„Bdann!“




