35789 Weilmünster

Mühlweg 15

Ziele haben, neue Wege gehen, mutig sein und sich dabei selbst treu bleiben

Mit diesen guten Wünschen verabschiedete die Weiltalschule ihre Abgänger 2019.

Den feierliche Abschlussabend, an dem die Real- und Hauptschüler ihre Abschlusszeugnisse verliehen bekamen, eröffnete die Schulband unter der Leitung von Tobias Schneider mit dem Titel „Fire“ von Barns Courtney. In der anschließenden Begrüßung wünschten die Schulleiterin Anette Schmittel und der stellvertretende Schulleiter Ingo Nierfeld den Lehrern, Eltern, Freunden und den Schülern selbst und einen schönen Abend und stellten anschließend die beiden Moderatoren Jessica Ratz und Marten Paul, (Klasse G10b), vor, die ab dann gekonnt durch den Abend führten.

Anhand einer Anekdote aus einer Physikprüfung von Niels Bohr machte der Schulelternbeirat Herr Borth den Jugendlichen deutlich, dass Kreativität und die Unabhängigkeit des Verstandes heute wie damals wichtige Eigenschaften sind und gab ihnen mit auf den Weg, dass es sich lohnt, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.

Da der Vorstand des Fördervereins der Weiltalschule an diesem Abend verhindert war, kehrte Moderator Marten den üblichen Ablauf um: Statt der Grußworte zum Abschied, die der Förderverein üblicherweise hinterlässt, erinnerte der Schüler daran, dass der Förderverein unentbehrlich für die Weiltalschule ist. Er finanziert vieles, was die Schule besonders macht, so z.B. die bewegte Pause und verwaltet den Ganztag, das Kiosk und die Mensa. Von Seiten der Schülerschaft bedankte sich Marten für dieses Engagement und erntete damit Applaus.

Neben Eltern, Lehrern und Ehemaligen, die sich im Förderverein engagieren, hat die Schule aber auch viele Schüler, die mit ihrem Engagement den Schulalltag erleichtern oder die Schule nach außen hin vertreten. Diese Schüler wurden von den betreuenden Lehrkräften besonders geehrt und die Schulgemeinschaft bedankte sich mit einer kleinen Aufmerksamkeit für ihren Einsatz in der Bücherausgabe (Nils Alker, Christopher Borth, Tom Luca Schuster, Robin Sorg), der Schülervertretung (Moritz Masuch, Nils Alker, Jan Engelmann, Max Schmidt, Nina Schiebel, Levin Endler, Luis Meurer) und der Leichtathletik-Mannschaft „Jugend trainiert für Olympia“, die zwei Mal den Regionalentscheid gewann (Jonah Fischer, Kerem Sahin, Maurice Deschoufour, Max Schmidt, Niklas Nast, Nico Weinbrenner, Nils Alker, Mohammadjan Hakimi, Jan Engelmann, Phil Reuther, Tom Riegel und Tom Luca Schuster). In diesem Rahmen erhielt der Schüler Max Schmidt den „Pierre-de-Coubertin-Schulsport-Preis“. Dieser Preis wird seit 2003 von der Landessportjugend und dem Landessportbund an Schüler verliehen, die im Bereich des Schulsports besondere Leistungen erbracht haben. Um dem Fairplay-Gedanken des Begründers der Modernen Olympischen Spiele Pierre de Coubertin gerecht zu werden, muss der Geehrte zudem soziales Engagement, Tätigkeiten im Verein und ein vorbildliches Verhalten nachweisen, was Max Schmidt gelingt. Er hat sich als Speerwerfer und Kugelstoßer in der Leichtathletik-Mannschaft der Weiltalschule verdient gemacht und übernimmt hier als erfahrener Vereinssportler außerdem bereits Trainerfunktionen. So hat er seinem Schulkollegen Mohammedjan Hakimi das Speerwerfen gelehrt. Zusätzlich engagiert sich Max in der Schülervertretung und der AG-Schulhofgestaltung. Für diesen außerordentlichen Einsatz wurde er, als zweiter Schüler der Weiltalschule überhaupt, mit dem seltenen Preis geehrt.

Auch bei Casey Hein, die durch ihre Zeichenkünste zu verschiedenen Anlässen die Schule und den Schulalltag verschönerte, und bei den Mitgliedern der Schulband Luisa Bokler und Jaqueline Baron, die diese jetzt verlassen, bedankte sich die Schulgemeinde. 

Mit dem Aufstellen eines Baugerüsts, das als Basis für den weiteren Lebensweg dient, verglichen Luis Meurer und Nina Schiebel als stellvertretender Schulsprecher ihre Zeit an der Weiltalschule. Sie bedankten sich bei den Lehrern und den Eltern, dass sie ihnen und ihre Mitschülern bei der individuellen Anfertigung des eigenen Gerüsts zur Seite standen, auch wenn man mal vom ursprünglichen Plan abweichen musste.

Mit „Shallow“ von Bradley Cooper und Lady Gaga läutete die Schulband anschließend stimmungsvoll die Pause ein.

In ihrer Ansprache zur Verabschiedung erzählte Schulleiterin Anette Schmittel frei nach James Thurber von einem Nachtschmetterling, der, anders als seine Artgenossen, sich nicht dem künstlichen Licht zuwandte, sondern nach den Sternen strebte. Da er dieses Ziel nie erreichen konnte, wurde er von seinen Artgenossen gehänselt, doch er blieb sich selbst und seinem Weg treu und auch wenn er das Ziel nie erreichte, lebte er doch ein glückliches langes Leben, während seine Artgenossen früh im künstlichen Licht der Laternen und Lampen verbrannten. Ein Ziel zu haben, sich und seinen Idealen treu zu bleiben, angesichts neuer Herausforderungen in der Welt, das wünschte Anette Schmittel sich für die Zukunft der Schüler/innen und Schüler und gab ihnen einen Satz von Florence Nightingale mit auf den Weg: „Wenn man mit Flügeln geboren wird, sollte man alles dazu tun, sie zum Fliegen zu bringen.“ Zum Abschluss ihrer Ansprache bedankte die Schulleiterin sich bei dem Förderverein und den Eltern und überreichte den Elternvertretern und Elternteilen, die sich besonders für die Schule und die Schulgemeinschaft engagiert haben, einen Blumengruß.

Nun folgte mit der Zeugnisausgabe und Verabschiedung der Höhepunkt des Abends. In Ihren Ansprachen wünschten die Klassenlehrer/innen Silvia Höppel (R10a), Tobias Schneider (R10b), Laura Löw (H9a), Canan Polat (H9b), Jana Schmid (H10), Heidrun Pasold (G10a) und Antje Barth (G10b) ihren Schülerinnen alles Gute für die Zukunft und erinnerten sie daran, dass sie stolz auf das Geleistete sein können. Die Klassensprecher der Abschlussklassen erwähnten die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre und bedankten sich bei ihren Klassenlehrern und Fachlehrern für die schöne gemeinsame Zeit und die nötige Geduld. Als Klassenbeste wurden Jan Hollerbach (H9a), Marvin Sauerborn (ebenfalls H9a), Lorin Botztogan (H9b), Dilara Adigüzel (H10), Alisa Zinkat (R10a), Phuong Tu (Julia) Mai (R10b), Max Schmidt (G10a) und Jessica Ratz (G10b) geehrt.

Den Abend beendeten die Abgänger gemeinsam mit einem im bilingualen Musikunterricht unter der Leitung von Patrik Schneider geschriebenen Lied. Sie „verlassen das Gehege und gehen jetzt ganz neue Wege“. Dabei wünscht ihnen die gesamte Schulgemeinde gutes Gelingen.

30.000 Schritte täglich in der ewigen Stadt

Schülerinnen und Schüler der Weiltalschule Weilmünster unternehmen eine Studienfahrt nach Rom

Wer Latein lernt, sollte nach Rom fahren! Nachdem in den Jahrgangsstufen 7 - 10 des Gymnasialzweigs der Weiltalschule Weilmünster Latein als zweite Fremdsprache gelernt wird, stand für die beiden Lateinlehrerinnen der Weiltalschule Weilmünster, Frau Krüger und Frau Schmittel, fest, dass ihre "Lateiner" das Angebot einer Studienfahrt nach Rom erhalten sollten. Historisch interessierten weiteren Schülerinnen und Schülern der kooperativen Gesamtschule stand die Fahrt ebenfalls offen. Ein Angebot, von dem dann auch einige Nicht-Lateiner Gebrauch machten. Alle Fahrtteilnehmer waren verpflichtet, einen Beitrag zum gemeinsamen Rom-Reiseführer zu erstellen, der, für alle kopiert, die Grundlage für den Besuch der an den einzelnen Tagen geplanten Stationen darstellte.

Die Studienfahrt nach Rom Anfang Mai startete in Weilmünster, geflogen wurde ab Köln-Bonn mit dem BVB-Mannschaftsairbus - zum Leidwesen aller hessischen Eintracht Frankfurt Fans. Der römische Flughafen Leonardo da Vinci in Fiumicino empfing die Gruppe aus Weilmünster mit strahlendem Sonnenschein. Schon die etwa einstündige Busfahrt in die Innenstadt gab einen ersten Eindruck von der Landschaft Latiums mit seinen prägenden Pinien und Zypressen. Nach Hotelbezug und gemeinsamem Abendessen begeisterte der erste Blick von der U-Bahnstation Colosseo auf das abendlich erleuchtete Amphitheater. Neben Kolosseum, Konstantinsbogen und Forum Romanum besuchten die Weilmünsterer zum Ausklang des ersten Tages die illuminierten Kaiserforen und die Trajanssäule.

Der zweite Exkursionstag stand ganz im Zeichen der römischen Antike. Das Beförderungsmittel im Zentrum der Stadt sind, wie in der Antike, die eigenen Füße - gemessen wurden von den Schülerinnen und Schülern 30.000 Schritte für diesen Tag. Sie führten zusammen mit einem Reiseführer durch das Forum Romanum, das Zentrum der antiken Welt, und das Kolosseum. Die Mittagspause gab Gelegenheit, Pizza, Pasta und den besten Espresso des Lebens zu kosten, um gestärkt zum Circus Maximus und dem "Lügendetektor" des Mittelalters, der Bocca della Verità in der Säulenvorhalle der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin, furchtlos die eigene Hand entgegenzustrecken. Durch die große Mundöffnung flossen zu römischer Zeit die Abwässer der Cloaca Maxima in den Tiber. Ein Spaziergang entlang seinen Ufern und Brücken führte zur Piazza Navona, dem Pantheon und der Fontana di Trevi. Die erschöpfte Gruppe wurde mit einer Kostprobe des besten römischen Eises bei Giolitti belohnt, das nicht nur einige Schüler an den Folgetagen wieder anlockte

Wenn der Papst in Rom weilt, hält er mittwochs Audienz. Daran sollte teilgenommen werden. Nach besonders frühem Frühstück und umfangreichen Sicherheitskontrollen am Vatikan wurde die Gruppe der Weiltalschule Weilmünster auch gleich auf dem Petersplatz über eine Ansage begrüßt. Nur wenige Meter entfernt fuhr das Papamobil mit Papst Franziskus an der Gruppe vorbei. Gespannt lauschte man dem Bericht über seinen letzten Auslandsbesuch, der in den verschiedensten Sprachen wiedergegeben wurde. Der Besuch des Petersdoms schloss sich nach einer Pause an. So viel Kunst, eine solche Größe und Schönheit begeisterte und überwältigte seine Besucher auf Anhieb. Abgerundet wurde der Besuch des Vatikans mit dem Aufstieg auf die Kuppel der Papstkirche. 551 Stufen waren für einen faszinierenden Blick aus der Kuppel in die Peterskirche und anschließend den 360-Grad Blick auf Rom, den Tiber, die Vatikanischen Gärten bis zum Apennin zu bewältigen. Das Treppensteigen hat sich gelohnt!

Eine antike Stadt als Gesamtanlage kennenzulernen sollte der Ausflug nach Ostia Antica ermöglichen. Der ehemalige Hafen des antiken Rom versandete und wurde so als die größte zusammenhängende antike Stadtlandschaft nach Pompeji erhalten. In Ostia geht man jeden Schritt auf antikem Pflaster, erlebt man direkt, welche Infrastruktur eine antike Hafenstadt prägte und wie viele Religionen einträchtig zusammenlebten. Man geht einfach hinein in eine Therme, eine Imbissstube, ein Mietshaus, das Theater, den Tempel, die Färberei, die Mühle, den Handelsplatz für die internationale Schifffahrt, das Forum oder in eines der anderen zahlreichen Gebäude und lässt sich auf die Welt der Antike und ihrer Menschen ein. Wer noch tiefer in die Welt der Antike eintauchen wollte, konnte anschließend freiwillig zum Besuch der Caracalla Thermen mitkommen, um sich von ihren Ausmaßen als größter Therme der Antike selbst zu überzeugen. Eine Gruppe interessierter Schüler ließ sich nicht davon abhalten, sich anschließend auch noch die Kirche Santa Maria Maggiore anzusehen, die sie mit ihrer kunstvollen Schönheit und Pracht für sich einnahm.

Der letzte Tag in Rom führte unter die Erde und in die Luft. Für manche Exkursionsteilnehmer war der Gang in die Katakombe St. Agnese fuori le Mura der Höhepunkt der Reise. Etwas gruselig war es schon, jahrtausendealten Knochen zu begegnen. Beeindruckt hat die Katakombe mit dem Grab der Heiligen Agnes, ihrer Geschichte, ihren Relikten und ihrer Weitläufigkeit. Der anschließend geplante Rückflug sollte anders verlaufen als geplant, da der Flug der Gruppe storniert worden war. Der verspätete Rückflug über Düsseldorf brachte dann aber doch alle gesund in der späten Nacht nach Weilmünster zurück. Das großeInteresse der Schülerinnen und Schüler an der antiken Stadt Rom, ihre Fähigkeit sich selbstständig in Rom zu orientieren und ihre absolute Zuverlässigkeit haben die Reise für alle zu einer besonderen Studienreise werden lassen.                                                                                                                                                                                  
A
bschließend sei dem deutschen Altphilologenverband, LV Hessen herzlich gedankt für die Auswahl des Konzepts der Romfahrt der Weiltalschule Weilmünster und die damit verbundene finanzielle Unterstützung der Reise.

Die Bilder(von oben nach unten) zeigen die Weilmünsterer auf der Piazza Navona in Rom; auf dem Forum Romanum in Rom, dem Zentrum der antiken Welt; nach der Papstaudienz auf dem Petersplatz; beim Straßenverkauf in einem römischen Thermopolium in Ostia; Bocca dela Verità: Luisa und Jaqueline haben die Wahrheit gesagt.

Feuerwehrunterricht an der Weiltalschule Weilmünster

"Es brennt! Die Feuerwehr ist da, also muss es brennen! Da rennen sie schon am Gebäude vorbei und rollen in voller Ausrüstung große Schläuche aus. Oh je, das Dach muss brennen. Da kommen drei mit einer riesenlangen Leiter angerannt. Gleich muss der Alarm losgehen und die Mathematikarbeit fällt aus. Aber ... Moment mal ... die Feuerwehrleute sind doch maximal 15-16 Jahre alt und die meisten kenne ich doch! Das sind doch auch Weiltalschüler! Was ist denn hier los? Warum sind die nicht im Unterricht?"


Das Bild links zeigt die von den Hausmeistern eingerichtete Kleiderkammer/
das Bild rechts zeigt die Schulleiterin Frau Schmittel inmitten der ausgerüsteten Schüler

Diese Gedankengänge gingen bestimmt den Schülern – wie auch wahrscheinlich einigen Lehrkräften – durch den Kopf.

Alle Beobachtungen waren richtig. Bis auf die Tatsache, dass sich die Schüler im Unterricht befinden: Im Feuerwehrunterricht. Den gibt’s seit Beginn des Schuljahres 2018/19 nämlich an der Weiltal­schule Weilmünster. Das hessische Innenministerium fördert diese Art von Ausbildung an den Schulen und aus diesem Grund nahm der Gemeindebrand­inspektor Peter Schwarz die Idee auf und lies ein Konzept zur Umsetzung von diesem Feuerwehrunterricht in Schu­len entwickeln.

Umsetzbar war dieses jedoch nur dank der begeisterten Unterstützung der Schulleite­rin Frau Schmittel (vielen Dank hierfür von Seiten der Feuerwehr) und des enormen Engagements vieler Feuer­wehr­leute aus der Groß­gemeinde. Diese werden von ihren Arbeitgebern extra freigestellt, gehen später zur Arbeit oder nehmen sogar Urlaub, um den Unterricht zu halten.
Foto: Hier wird die Funktionsweise eines Verteilers erklärt

Ohne Schutzkleidung können die Schüler natürlich nicht arbeiten. Also wurden die Fördergelder des Landes genutzt, um die komplette Schutzausrüstung anzuschaffen. Dass alle Beteiligten begeistert und konstruktiv dieses Projekt unterstützen, zeigt an dieser Stelle, dass die Hausmeister der Weiltalschule kurzerhand eine "Kleiderkammer" gebaut haben.


Jeden Freitagmorgen kommen nun freiwillige Feuerwehrleute und "scheuchen" Schüler der Jahrgangsstufe neun oder zehn über das Schulgelände. Hierbei erklären sie im Sinne von "learning by doing" verschiedene Einsatzszena­rien der Feuerwehr. Dass dieser alternative Unterricht Spaß macht, sieht man an den Gesichtsaus­drücken aller Beteiligten.

Aber was ist der Sinn hinter diesem Konzept? Jede Gemeinde und Stadt in Deutschland muss bekannterweise eine Feuerwehr unterhalten. Die Aufgabenbereiche sind außer der klassischen Brandbekämpfung beispielsweise auch die Hilfeleistung (bei Unfällen, Hochwasser, ...). Die Freiwilligkeit der Feuerwehrleute ist die einzige Möglichkeit, diesen Bevölkerungsschutz in der bestehenden Qualität in Deutschland aufrecht zu erhalten. Und dafür benötigt man in erster Linie "(Wo-)Menpower". Somit soll mit diesem Feuerwehrunterricht das Interesse junger Menschen für die Feuerwehr geweckt, das Verständnis für die Tätig­keiten der Feuerwehrleute gestärkt und die Sensibilität vor Gefahren gefördert werden.   

Konkret lernen die Schülerinnen und Schüler Dinge wie die Arbeitsweise der Feuerwehr, was ein Brand überhaupt ist, welche Stoffe mit welchen Eigenschaften brennen und wie man sich verhalten muss, wenn es brennt oder man an eine Unfallstelle kommt.

Und wenn es mal regnet, fällt der Feuerwehrunterricht dann aus? Mitnichten. In Hinblick darauf, dass auch ein Einsatzfall keine Rücksicht auf die Wetterlage nimmt, wurden natürlich auch für diesen Fall alternative Übungen ausgearbeitet.


Foto: "Wasser Marsch"

Beispielsweise funktioniert für diesen Fall auch die Simulation eines Innenangriffs mit Menschenrettung aus der Hausmeisterwohnung. Mit hohem Aufwand werden hier von den aktiven Feuerwehrleuten Atemschutz-Attrappen zur Übung organisiert. 
                                               
 
Manch ein Schüler fragt sich beeindruckt beim Anblick der Ausrüstung mit Atem­schutzmaske, Atemluftflasche, Funkgerät, Fluchthauben, Seile, Lampe und vielem mehr, wie die Feuerwehr das im Einsatzfall alles zur Einsatzstelle bringt. Und die Jugendlichen, die nicht in den Inneneinsatz „reingehen“? Die müssen die Schlauchleitungen legen, um die im Innenangriff Befindlichen mit Wasser zu versorgen. Bezüglich des schlechten Wetters gilt hier die Devise:  "Wird es zu kalt, bewegt man sich zu langsam".

Wenn die Übung beendet ist, ist die Arbeit jedoch noch nicht vorbei, da alles wieder ordentlich an seinen Platz gebracht werden muss. Das wird dann noch einmal mühsam, denn so ein Schlauch wickelt sich nicht von alleine. Aber trotz all der Mühe sind sich alle einig: Es macht mächtig viel Spaß!

 

 Foto rechts: Schüler mit Atemluftflasche 
 
Foto Mitte: Aufräumarbeiten – hier Schlauchwickeln
                                       
 Foto links: WTS-Schüler mit voller Ausrüstung

 

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit

Schülerinnen und Schüler der Klasse R10a backen Plätzchen für die Tafel in Weilburg

Am letzten Donnerstag haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse R10a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Höppel Plätzchen für die Tafel in Weilburg gebacken. Stellvertretend für ihre Klasse überreichten am Freitagmittag ein Schüler und die Klassenlehrerin die weihnachtlich verpackten Plätzchen. Die Tafel freute sich sehr über diese Spende und versprach, sie noch am selben Tag zu verteilen. 

Die Idee entstand während der Vorbereitung für die Präsentationsprüfung, für die eine Schülerin der Klasse R10a die Weilburger Tafel besucht hatte. Um die Arbeit der Tafel näher kennen zu lernen, unterstützte sie für einen Tag die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihren Tätigkeiten. Spontan entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, in der Weihnachtszeit Plätzchen für die Tafel zu backen. Die Eltern der Klasse spendierten den Teig und alle benötigten Zutaten, die Schülerinnen und Schüler mussten nur noch die Plätzchen ausstechen, backen und weihnachtlich verpacken. Für alle Beteiligten war dies ein sehr positives Erlebnis, das ihnen in Erinnerung bleiben wird.


  Foto 1, 2 und 3: Schülerinnen und Schüler der R10a beim Backen
  Foto 4: Ludger B. überreicht im Namen der Weiltalschule die Plätzchen

 

 

Erfolgreiche Weiltalschüler beim Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia Tischtennis“ in Hadamar

In diesem Jahr haben erstmals zwei Gruppen der Weiltalschule am Kreisentscheid der Schulen teilgenommen. Nachdem in diesem Schuljahr eine Tischtennis-AG unter der Leitung von Peter Merget eingerichtet wurde, haben viele Schülerinnen und Schüler diesen Sport für sich entdeckt.

Daneben haben sich die schulischen Talente, die größtenteils in Mannschaften der umliegenden Vereine spielen, zusammengefunden, um die Schule beim Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ zu repräsentieren.

In der Wettkampfgruppe IV der Jahrgänge 2006 bis 2009 gab es einen holprigen Start in das Turnier. Die Weiltalschüler waren von der Leistungsdichte bei den Wettbewerben sichtlich beeindruckt und unterlagen unglücklich der ersten Mannschaft der Taunusschule mit 2:5. Zum Kreisentscheid gehört in dieser Wettkampfklasse ein spezielles Koordinationsprogramm. So mussten die Weiltalschüler Timo Kratzheller, Luis Vogt, Paul Selinger, Nick Jung, Ivo Kleinehollenhorst, Kjell Stiesch und Nico Stoiber drei Prüfungen ablegen. Es wurde mit einem Koordinationstraining gestartet, woran sich eine Staffel mit einem Ball auf dem Tischtennisschläger anschloss. Beim abschließenden Wettbewerb sollten sie Bälle in einen großen Kasten spielen. Dies gelang ihnen großartig und sie errangen in der Endabrechnung einen hervorragenden zweiten Platz in dieser Disziplin.

Die weiteren Spiele gegen das Gymnasium Philippinum in Weilburg (5:1) und gegen die zweite Mannschaft der Taunusschule (5:0) konnten souverän für die Weiltalschule entschieden werden. Dadurch erreichten sie in der Endabrechnung einen ausgezeichneten zweiten Platz, was angesichts der Tatsache, dass sie erstmalig bei einem solchen Wettbewerb dabei waren, bemerkenswert ist.

In der Wettkampfgruppe II (Jahrgänge 2002 bis 2005) hatte sich die Mannschaft um Leon Pietzner, Kevin Miegel, Leon Sennewald, Raphael Schöll, Max Weinbrenner, Henri Sänger und Kyrill Neufeld einiges vorgenommen. Bereits beim Einspielen sahen sie sehr ambitionierte junge Spieler anderer Mannschaften, die beeindruckende Ballwechsel zeigten.

Im ersten Spiel traten sie gegen einen der Mitfavoriten, die Fürst Johann Ludwig Schule in Hadamar, an. Noch neu im Wettbewerb gelangen einige gute Ballwechsel, aber für einen Punktgewinn hat es in diesem Spiel leider nicht gereicht. Dafür war die Mannschaft im zweiten Gruppenspiel, in dem es um die Teilnahme im Halbfinale ging, weitaus präsenter. Gegen die Freiherr vom Stein Schule Dauborn spielte die Mannschaft sehr ausgeglichen, so dass das abschließende Doppel für die Entscheidung sorgen musste. In einem dramatischen Spiel konnte die Weiltalschule den Sieg für sich verbuchen. Im Halbfinale gegen die Tilemannschule, dem späteren Sieger in dieser Wettkampfgruppe, wurde noch einmal alles gegeben. Aber mehr als ein Punkt durch Henri Sänger war gegen den hohen Favoriten nicht möglich.

Die Weiltalschüler erreichten damit einen sehr guten dritten Platz in ihrer Wettkampfgruppe.

Viele Eindrücke konnten bei diesem sehr gut organisierten Turnier in der Fürst-Johann-Ludwig-Schule gewonnen werden, die die Schüler für die Zukunft sicherlich eine gute Orientierung geben. Alle Teilnehmer waren der Meinung, dass sie im kommenden Jahr erneut an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen.